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Kräuterheilkunde
Die Wirkung von Kräuter ist nicht zu unterschätzen. Es handelt sich immerhin um Drogen, die nur dann die gewünschte positive Wirkung erzielen, wenn sie verantwortungsbewußt und gut überlegt eingesetzt werden.
Kräuter unterstreichen nicht nur hervorragend den natürlichen Geschmack der Gerichte, sie tragen außerdem zur Mineralstoff- und Vitaminversorgung bei. So haben sie eine günstige Wirkung auf Wohlbefinden und Gesundheit.
Kaum jemand trifft heute in seinem direkten Umfeld noch auf Heilkräuter. Dabei vertrauen immer mehr Menschen auf die Kraft der Kräuter. Findet man dann doch welche, halten die äußeren Voraussetzungen allzu oft vom Sammeln ab. Hundekot, Autoabgase, nahe Industrieanlagen und dergleichen machen die Nutzung hier wachsender Kräuter und Pflanzen oft unmöglich. In ländlichen Gegenden schränken befestigte Wege, auf Äckern versprühtes Gift oder Jauche sowie Zäune die Kräuterernte ein.
Wer keine unbelastete Wiese oder einen Garten hat, kann sich auf dem Balkon oder an einem Südfenster frische Kräuter ziehen. Im Garten als hartnäckig bekämpftes Unkraut kann als Wildsalat oder Gemüse den Speiseplan bereichern. Diese "grüne Apotheke" hat dann jederzeit für Sie geöffnet.
Wer erst einmal entdeckt, wie lecker man aus diesen Kräutern leckere Salate, würzige Saucen, Essige und Öle, Tees und Bäder und vieles Anderes herstellen kann, wird über manche Pflanze anders denken lernen. Hat man gar keine Möglichkeit, Kräuter selbst anzupflanzen, bleibt immer noch der Weg in die Apotheke.
Je frischer die Kräuter, desto besser, desto mehr Inhaltsstoffe enthalten sie.
Heilpflanzen können Krankheiten heilen, sie können vorbeugen und lindern - Wundermittel sind sie allerdings nicht. Ihr Einsatz ist nur dann sinnvoll, wenn die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Anwendung genau beachtet werden.
Ein- und zweijährige Kräuter: Diese Kräuter müssen immer wieder neu gesät werden. Manche sähen sich selbst aus, wie z. B. Boretsch und Ringelblume oder auch Dill, andere brauchen viel Pflege und müssen oft im Warmen vorgezogen werden. Zu diesen Kräuter gehören z. B. Basilikum, Petersilie, Majoran, Dill.
Ausdauernde Kräuter: Hiervon gibt es viel mehr als von den ein- und zweijährigen Kräutern. Mehrjährige brauchen in der Regel auch weniger Pflege; man kann sie oft viele Jahre sich selbst überlassen. Manche haben allerdings in unseren Breiten Probleme den Winter zu überstehen da ihre ursprüngliche Heimat im Süden liegt. Diese Kräuter sollten dann durch Reisig o. Ä. geschützt werden, z. B. Lavendel, Salbei, Melisse und Thymian.
Karin Gaigl
Naturheilpraxis
Jakoberstraße 5
86152 Augsburg
