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Formen der Massage

Klassische Massage (Schwedische Massage; Medizinische Massage)

Fünf Handgriffe der klassischen Massage

Effleurage (Streichung)

Streichungen wirken beruhigend und wärmen die betreffenden Hautpartien auf. Darüber hinaus wird das Massageöl auf dem Körper verteilt. Streichungen sind vor allem für den Anfang und das Ende einer Massage geeignet.

Petrissage (Knetung)

Haut und Muskeln werden zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger gefasst und geknetet. Knetungen werden vor allem verwendet, um Verspannungen zu lösen. Sie wirken auf die Muskulatur und das Unterhautbindegewebe, die Durchblutung wird gefördert.

Friktion (Reibung)

Bei der Reibung streicht der Masseur mit den Fingerspitzen, den Handkanten oder -ballen oder mit der Faust kreisend, mit zu- und abnehmendem Druck, über die Haut. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Muskulatur gelockert und sie entspannt sich.

Tapotements

Mit der flachen Hand klopft man ausschließlich auf weiches sowie lockeres Gewebe z.B: Po und Oberschenkel.

Vibration

Die Vibrationen wirken muskelentkrampfend und -lockernd und fördern auch die psychische Entspannung.

Ganzheitliche Massagen

Ganzheitliche Massagen unterscheiden sich von der Medizinischen (Schwedischen, Klassischen) Massage dadurch, dass sie den Menschen als ganzes betrachten, anstatt sich auf die physischen Zustände zu konzentrieren. Es geht um die Kunst der Berührung.

"Du kannst zwar anfangen, Massage zu lernen, aber du wirst niemals fertig werden, die Erfahrungen vertiefen sich ständig und werden immer stärker. Massage ist eine der feinsten Künste, sie ist nicht nur eine Frage des technischen Könnens. Sie ist eine Frage der Liebe." -Osho

Rhythmische Massage

Spezielle Therapieform der antroposophischen Medizin, entwickelt von Ita Wegman und weitergeführt durch Margarethe Hauschka. Sie unterscheidet sich von den klassischen Massagetechniken durch die Anwendung quasi "saugender" Griffe und Bewegungstechniken in rhythmisierter Abfolge der Bewegungen, wodurch in den organregulativen Bereich des Organismus heilend eingewirkt wird.

Geschichte

Masseur mit Schrubber und Massagebürste beim Bad, 18. Jahrhundert

Ursprünge

Massage war im Laufe der Geschichte ein Bestandteil vieler Kulturen.

Der Ursprung der Massage ist sicher im fernen Osten bei den damaligen Kulturvölkern zu suchen (China, Persien, Ägypten). Der Chinese Kong Fu (2700 v. Chr.) beschreibt ausführlich Massagehandgriffe und gymnastische Übungen. Über den großen griechischen Arzt Hippokrates (460-377 v.Chr.) gelangt die Massage nach Europa. Später nimmt sich der römische Arzt Galen (131-201 n.Chr.) der manuellen Therapie an. Sein Einfluss reicht bis weit ins Mittelalter. Ab dem neunten Jahrhundert waren die Araber führend und folgten mehrere Jahrhunderte den Lehren Galens.

Im 16. Jahrhundert bedient sich Paracelsus (1493-1541) der Massage mit großem Erfolg. Nach ihm versucht Ambroise Paré (1517 -1590) die Massage anatomisch und physiologisch zu untermauern. In Frankreich erlebte die Massage unter der Behandlungssparte „Mechanotherapie“ eine Blütezeit, in der wahrscheinlich auch das Wort Massage wie auch die französische Bezeichnung der einzelnen Handgriffe entstand.

 
Karin Gaigl
Naturheilpraxis
Jakoberstraße 5
86152 Augsburg